Marktgemeinde Wullersdorf
Bahnstraße 255
2041 Wullersdorf
Österreich

Tel.: +43 2951 / 8433
Fax: +43 2951 / 8272

gemeinde@wullersdorf.at
www.wullersdorf.at


 
Kirche WullersdorfEingang Wullersdorfer GeschichtsmuseumDarstellung des Erdäpfelfestes im Bauernmuseum KalladorfUnterirdische Fluchtanlage unter dem Hauptplatz WullersdorfAnger des Angerdorfes Immendorf

Abgaben und Gebühren


Bürgerservice


Meldeamt



Meldebestätigung:

Verwaltungsabgabe für Bestätigung mit:
Daten aus dem zentralen Melderegister: € 3,00
Daten aus dem örtlichen Melderegister: € 2,10

soferne der Adressat der Bescheinigung nicht bekannt gegeben wird, zusätzlich Zeugnisgebühr € 14,30.

Strafregisterbescheinigung:

Verwaltungsabgabe: € 2,10
Eingabegebühr (Bundesgebühr): € 14,30
soferne der Adressat der Bescheinigung nicht bekannt gegeben wird, zusätzlich Zeugnisgebühr € 14,30.
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Kindergarten und Schülerhort



Kindergarten

Elternbeitrag:
für "Spiel- und Beschäftigungsmaterial" (pro Monat): € 10,00
für "Mittagessen" (je Portion): € 3,00
Der Kindergartenbesuch ist für Kindergartenkinder bis 13:00 Uhr kostenlos.

Bei angemeldetem Bedarf für das Kind pro Monat:
bis 40 Stunden: .................. € 50,00
Bis 60 Stunden: .................. € 70,00
Mehr als 60 Stunden:. ........ € 80,00
Frühtarif 6:30 - 7:00 Uhr .... € 20,00

Die Eltern (Erziehungsberechtigten) haben die zeitliche Inanspruchnahme für jeden einzelnen Wochentag bekannt zu geben. Zur Berechnung des monatlichen Kostenbeitrages wird der Monat mit 4 Wochen angenommen. Längere oder kürzere Monate ziehen keine Erhöhung oder Verringerung des monatlichen Kostenbeitrages nach sich. Schließtage des Kindergartens gemäß § 22 Abs. 5 NÖ Kindergartengesetz 2006 führen zu keiner Änderung der bekannt gegebenen zeitlichen Inanspruchnahme sowie des zu leistenden Kostenbeitrages.

Änderungen der angegebenen zeitlichen Inanspruchnahme sind mit 1. Dezember, 1. März und mit 1. Juni zulässig.

Beförderung ......................... € 25,00/mtl.

Schulische Nachmittagsbetreuung

Beschäftigungsbeitrag (pro Monat): ... € 10,00
für "Mittagessen" (je Portion): ............. € 3,50
Beschäftigungsbeitrag Mittagstarif: .... € 5,00

Für Schulkinder sind alle Zeiten vor 11:00 Uhr und nach 17:00 Uhr kostenpflichtig. Der Beitrag für die Nachmittagsbetreuung in der Volksschule Wullersdorf ist nach der von den Eltern (Erziehungsberechtigten) vor Beginn des Kindergartenjahres oder später bekannt gegebenen Inanspruchnahme durch das Kind wie folgt einzuheben:

Bei angemeldetem Bedarf für das Kind pro Monat:
1-2 Tage/Woche: ............... € 50,00
3 Tage/Woche: .................. € 60,00
4 Tage/Woche: .................. € 80,00
5 Tage/Woche: .................. € 100,00
Mittagstarif 11:00-14:00 ... € 50,00

Die Eltern (Erziehungsberechtigten) haben die zeitliche Inanspruchnahme für jeden einzelnen Wochentag bekannt zu geben. Zur Berechnung des monatlichen Kostenbeitrages wird der Monat mit 4 Wochen angenommen. Längere oder kürzere Monate ziehen keine Erhöhung oder Verringerung des monatlichen Kostenbeitrages nach sich. Schließtage des Kindergartens gemäß § 22 Abs. 5 NÖ Kindergartengesetz 2006 führen zu keiner Änderung der bekannt gegebenen zeitlichen Inanspruchnahme sowie des zu leistenden Kostenbeitrages.

Bei entsprechend niedrigem Einkommen gewährt das Land NÖ eine Förderung für die Nachmittagsbetreuung, diesbezügliche Formulare sind am Gemeindeamt erhältlich.


Hundeabgabe



Gemäß Verordnung des Gemeinderates vom 02.12.2010 werden folgende Gebühren erhoben:

Hundeabgabe für:
Nutzhunde: € 6,54 / Jahr,
Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential: € 80,00 / Jahr,
alle übrigen Hunde: € 25,00 / Jahr.


Kostenersatz für Hundemarke (Neuausgabe bzw. Ersatzmarke): € 0,50.
Abgabepflichtig ist jeder, der im Gemeindegebiet einen über 3 Monate alten Hund hält.
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Friedhofsgebühren



Gemäß Verordnung des Gemeinderates vom 16.06.2011 sind folgende Friedhofsgebühren für die Friedhöfe Wullersdorf, Immendorf, Maria Roggendorf und Oberstinkenbrunn festgesetzt:

Grabstellengebühr:
Die Grabstellengebühr wird für die Überlassung des Benützungsrechtes auf 10 Jahre (bei Erdgräbern) bzw. auf 30 Jahre erstmalig (bei Grüften) eingehoben.
Sie beträgt für:
Familiengräber zur Beerdigung bis zu 2 Leichen € 180,00
Familiengräber zur Beerdigung bis zu 4 Leichen € 360,00
Grüfte zur Beisetzung bis zu 3 Leichen € 900,00
Grüfte zur Beisetzung bis zu 6 Leichen € 1.350,00
Grüfte zur Beisetzung bis zu 9 Leichen € 2.250,00

Verlängerungsgebühr:
Die Gebühren für die Verlängerung des Benützungsrechtes auf weitere 10 Jahre sind für Erdgrabstellen mit dem gleichen Betrag wie die Grabstellengebühren und für gemauerte Grabstellen mit einem Drittel des Betrages der Grabstellengebühren festgelegt.

Beerdigungsgebühr:
Grabstellen für die Beerdigung von Leichen von Erwachsenen Montag bis Freitag € 250,00 bzw. Samstag, Sonntag und Feiertag € 300,00. Für die Beerdigung von Leichen von Kindern sowie von Urnen gelangt jeweils die Hälfte der angeführten Gebührensätze zur Verrechnung

Enterdigungsgebühr:
Die Enterdigungsgebühr (für die Enterdigung [Exhumierung] einer Leiche) beträgt € 400,00.

Gebühr für die Benützung der Leichenkammer:
Die Gebühr für die Benützung der Leichenkammer (Kühlanlage) beträgt für jeden angefangenen Tag € 30,00.
Die Gebühr für die Benützung der Aufbahrungshalle beträgt für jeden angefangenen Tag € 30,00.


Grundsteuer



Grundsteuergesetz 1955

Gegenstand der Steuer:
Der Grundsteuer unterliegt der inländische Grundbesitz. Zur Entrichtung der Grundsteuer ist der Eigentümer (lt. Einheitswertbescheid des zuständigen Finanzamtes) des Steuergegenstandes verpflichtet. Gehört ein Steuergegenstand mehreren Personen so sind sie Gesamtschuldner.
Bei der Erhebung der Grundsteuer sind folgende zwei Arten zu unterscheiden:

Grundsteuer A
1. das land-u.forstwirtschaftliche Vermögen (Äcker)
2. das Weinbauvermögen
3. das gärtnerische Vermögen
4. die land-u.forstwirtschaftlichen Betriebe

Grundsteuer B
1. Einfamilienhäuser
2. Mietwohngrundstücke
3. Geschäftsgrundstücke
4. gemischtgenutzte Grundstücke
5. Sonstige bebaute Grundstücke
6. unbebaute Grundstücke

Steuer:
1. Feststellung des Einheitswertes und Bewertung des Steuerobjektes durch das Finanzamt
Abgabe einer Erklärung zur Feststellung des Einheitswertes durch den Steuerpflichtigen an das Finanzamt
Finanzamt berechnet den Einheitswert und erlässt Einheitswertbescheid (Marktgemeinde Wullersdorf erhält eine Durchschrift)
Einheitswertbescheid ist die Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer und die Zurechnung eines Objektes zum Steuerschuldner
Bei Fragen zum Einheitswertbescheid des Finanzamtes ist eine Klärung auch nur mit dem Finanzamt Hollabrunn, 2020 Hollabrunn, Babogasse 9, (Bewertungsstelle, Tel. 02952/2155-0) möglich!

2. Einhebung der Grundsteuer durch die Marktgemeinde Wullersdorf
Aus dem Einheitswert ergibt sich ein Steuermessbetrag. Dieser wird mit dem Hebesatz (500%) multipliziert.
Steuermessbetrag x Hebesatz = Grundsteuer
Steuerschuldner erhält einen Grundsteuerbescheid
Grundsteuerentrichtung je nach Höhe des Betrages, Grenzwert € 75 (Beispiel 1 und Beispiel 2)

Fälligkeit:
Beispiel 1:Jahresgrundsteuer über € 75,00
Steuermessbetrag € 30,52 x 500% ergibt eine Jahresgrundsteuer von € 152,61. Diese wird vierteljährlich am 15.2., 15.5., 15.8. und 15.11. im Betrag von € 38,15 verrechnet.

Beispiel 2: Jahresgrundsteuer unter € 75,00
Steuermessbetrag € 10,90 x 500% ergibt eine Jahresgrundsteuer von € 54,50. Diese wird, da sie € 75 nicht übersteigt, am 15.5. jeden Jahres verrechnet.
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Aufschließungsabgabe



Dem Eigentümer eines Grundstückes im Bauland ist von der Gemeinde eine Aufschließungsabgabe vorzuschreiben (§ 38 NÖ Bauordnung 2014), wenn

1. ein Grundstück zum Bauplatz erklärt oder
2. eine Baubewilligung für die erstmalige Entrichtung eines Gebäudes oder einer großvolumigen Anlage (einzelner Silo oder Tank oder Gruppe solcher Behälter mit mehr als 200 m³ Rauminhalt, Tiefgarage, Betonmischanlage oder dgl.) auf einem Bauplatz, für den kein der Höhe nach bestimmter Aufschließungsbeitrag vorgeschrieben und entrichtet worden ist, erteilt wird.

Die Errichtung eines Gebäudes oder einer großvolumigen Anlage auf einem Bauplatz gilt als erstmalig, wenn auf diesem Bauplatz am 01. Jänner 1970 und danach kein unbefristet bewilligtes Gebäude gestanden ist.

Die Aufschließungsabgabe ist eine einmal zu entrichtende, ausschließliche Gemeindeabgabe. Sie wird aus dem Produkt von Berechnungslänge, Bauklassenkoeffizient und Einheitssatz errechnet.

Bei der Vorschreibung ist jeweils der zum Zeitpunkt der Bauplatzerklärung oder Erteilung der Baubewilligung geltende Bauklassenkoeffizient und Einheitssatz anzuwenden.

Mit der Aufschließungsabgabe werden finanziert:
eine 3,00 m breite Fahrbahnhälfte
ein 1,25 m breiter Gehsteig
die Oberflächenentwässerung und die Beleuchtung der Fahrbahnhälfte und des Gehsteiges

Der ab 01.01.2017 gültige Einheitssatz beträgt € 490,00.

Berechnungsbeispiel:
Grundstücksgröße 1000 m², Bauklasse I

Aufschließungsabgabe = √ Grundstücksgröße x Einheitssatz x Bauklassenkoeffizient

√1000 = 31,6228 x € 490,-- x 1,25 = € 19.368,95

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Mitarbeiter der Marktgemeinde Wullersdorf gerne während der Amtszeiten zur Verfügung.


Ergänzungsabgabe



Änderung von Grenzen von Bauplätzen
Bei der Änderung der Grenzen von Bauplätzen ist für jeden der neugeformten Bauplätze eine Ergänzungsabgabe vorzuschreiben, wenn
- für die bisherigen Bauplätze bereits der Höhe nach bestimmte Aufschließungsbeiträge oder -abgaben vorgeschrieben und entrichtet wurden oder
- sie Bauplätze sind und das Gesamtausmaß oder die Anzahl der Bauplätze vergrößert wird.

Die Höhe der Ergänzungsabgabe EA wird wie folgt berechnet:

Von der Summe der neuen Berechnungslängen BL_neu wird die Summe der damaligen Berechnungslängen BL_alt abgezogen. Der Differenzbetrag wird mit dem zur Zeit der Anzeige der Grenzänderung geltenden Bauklassenkoeffizienten BKK und Einheitssatz ES multipliziert und das Produkt nach dem Verhältnis der neuen Berechnungslängen auf die neuen Bauplätze aufgeteilt. (Die Ergänzungsabgabe unterliegt nicht der Mehrwertsteuer!)

EA = [(BL_neu1 + BL_neu2) - (BL_alt)] x BKK x ES

EA/m (Ergänzungsabgabe pro Meter) = EA : (BL_neu1 + BL_neu2)
EA für Bauplatz 1 = EA/m x BL_neu1
EA für Bauplatz 2 = EA/m x BL_neu2

Die Berechnungslänge BL ist die Quadratwurzel der Fläche des Bauplatzes.

Der Bauklassenkoeffizient BKK richtet sich nach der im Bebauungsplan höchstzulässigen Bebauungshöhe. Er beträgt in der Bauklasse I 1,00 und erhöht sich für jede Bauklasse um je 0,25.

Im Baulandbereich ohne Bebauungsplan beträgt der Bauklassenkoeffizient mindestens 1,25 sofern nicht eine Höhe des Gebäudes bewilligt wird, die einer höheren Bauklasse entspricht als der Bauklasse II. Im Gemeindegebiet Wullersdorf sind keine Bebauungspläne festgelegt, somit beträgt der Bauklassenkoeffizient 1,25.

Der Einheitssatz ES wird vom Gemeinderat festgesetzt und ist die Summe der durchschnittlichen Herstellungskosten einer 3 m breiten Fahrbahnhälfte samt Gehsteig, Straßenkanal und -beleuchtung. Der Einheitssatz für die Aufschließungsabgabe wurde vom Gemeinderat per Verordnung vom 02.12.2016 mit € 490,-- festgelegt.

Beispiel:
Ein Bauplatz mit 1600 m² wird geteilt und es entstehen zwei neue Bauplätze mit je 800 m².
BL_neu1: 28,2843 m (Quadratwurzel von 800 m²)
BL_neu2: 28,2843 m (Quadratwurzel von 800 m²)
BL_alt: 40 m (Quadratwurzel von 1600 m²)
Zulässige Bauklasse I/II - ergibt einen Bauklassenkoeffizienten von BKK = 1,25 (Baulandbereich ohne Bebauungsplan)

Einheitssatz ES = 490,-- EUR

Berechnung:
[(28,2843+28,2843) - 40] x 1,25 x 490,00 = Ergänzungsabgabe EA = 10.148,27 EUR

10.148,27 : (28,2843 + 28,2843) = Ergänzungsabgabe pro Meter EA/m = 179,39 EUR/m
Bauplatz 1: 179,39 EUR/m x 28,2843 = 5.073,92 EUR
Bauplatz 2: 179,39 EUR/m x 28,2843 = 5.073,92 EUR

Änderung Bauklassenkoeffizient
Eine Ergänzungsabgabe ist auch vorzuschreiben, wenn mit rechtskräftigem Bescheid eine Baubewilligung für die erstmalige Errichtung eines Gebäudes oder einer großvolumigen Anlage erteilt wird und

bei einer Grundabteilung nach dem 1. Jänner 1970 ein Aufschließungsbeitrag bzw. nach dem 1. Jänner 1989 eine Ergänzungsabgabe oder
bei einer Bauplatzerklärung eine Aufschließungsabgabe vorgeschrieben und bei der Berechnung kein oder ein niedrigerer Bauklassenkoeffizient als jener, der der nunmehr höchstzulässigen Bauklasse oder Gebäudehöhe entspricht, angewendet wurde.

Die Höhe dieser Ergänzungsabgabe wird wie folgt berechnet:

Von dem zur Zeit der Baubewilligung anzuwendenden Bauklassenkoeffizienten BKK_neu wird der bei der Vorschreibung des Aufschließungsbeitrages bzw. der Aufschließungsabgabe oder der Ergänzungsabgabe angewendete Bauklassenkoeffizient BKK_alt - mindestens jedoch 1 - abgezogen und die Differenz mit der Berechnungslänge BL und dem zur Zeit der Baubewilligung geltenden Einheitssatz ES multipliziert.

EA = (BKK_neu - BKK_alt) x BL x ES

Beispiel:
Auf einem Bauplatz mit 800 m² wird ein altes Haus weggerissen und ein neues errichtet. Damals betrug der Bauklassenkoeffizient mindestens BKK_alt = 1,00. Aufgrund einer Gesetzesänderung beträgt nun der Bauklassenkoeffizient im Baulandbereich ohne Bebauungsplan mindestens BKK_neu 1,25, sofern nicht eine Höhe des Gebäudes bewilligt wird, die einer höheren Bauklasse entspricht als der Bauklasse II.

Berechnungslänge BL: 28,2843 m (Quadratwurzel von 800 m²)
Einheitssatz ES = 490,-- EUR

Berechnung:
(1,25 - 1,00) x 28,2843 x 490,00 = Ergänzungsabgabe EA = 3.464,82 EUR


Kanaleinmündungsabgabe



Kanaleinmündungsabgabe
Einheitssatz:
für Mischwasser:............... € 13,00 + 10 % USt
für Schmutzwasser............ € 11,00 + 10 % USt
für Regenwasser............... € 5,00 + 10 % USt

Für den möglichen Anschluss an die öffentliche Kanalanlage ist eine Kanaleinmündungsabgabe zu entrichten. Die Höhe der Kanaleinmündungsabgabe ergibt sich aus dem Produkt der Berechnungsfläche mit dem Einheitssatz. Die Berechnungsfläche wird in der Weise ermittelt, dass die Hälfte der bebauten Fläche mit der um 1 erhöhten Anzahl der an die Kanalanlage angeschlossenen Geschosse multipliziert und das Produkt um 15% der unverbauten Fläche (maximal 500 m²) vermehrt wird. Nicht angeschlossene Gebäude oder Gebäudeteile zählen zur unbebauten Fläche.

Wird die Liegenschaft trotz bestehender Anschlussverpflichtung nicht an die Kanalanlage angeschlossen, so ist die Berechnungsfläche so zu ermitteln, als ob die Liegenschaft an die Kanalanlage angeschlossen wäre.

Berechnungsbeispiel:
Für die Kanaleinmündungsabgabe (Mischwasser) für ein Wohnhaus bestehend aus:
Kellergeschoß..... 100 m²
Erdgeschoß........ 130 m²
Obergeschoß...... 100 m²

Berechnung:
Hälfte der bebauten Fläche:
65,00 m² x angeschlossene Geschosse +1: (3 + 1 = 4):..260 m²
zuzüglich 15% der unbebauten Fläche:............................75 m²
ergibt Berechnungsfläche:............................................335 m²


Berechnungsfläche 335,00 x Einheitssatz: € 13,00 =
Kanaleinmündungsabgabe € 4.355,00 zusätzlich 10 % USt

Ergänzungsabgabe:
Ändert sich die der Berechnung der Kanaleinmündungsabgabe zugrundegelegten Berechnungsfläche für die angeschlossene Liegenschaft, ist eine Ergänzungsabgabe zu der bereits entrichteten Kanaleinmündungsabgabe zu entrichten, wenn sich durch die Änderung gegenüber dem ursprünglichen Bestand eine höhere Abgabe ergibt.


Kanalbenützungsgebühr



Kanalbenützungsgebühr € 2,25 + 10 % USt
(mit Regenwasser jeweils + 10%)


Für die Möglichkeit der Benützung der öffentlichen Kanalanlage ist eine jährliche Kanalbenützungsgebühr zu entrichten. Die Kanalbenützungsgebühr errechnet sich aus dem Produkt der Berechnungsfläche mit dem Einheitssatz.

Die Berechnungsfläche ergibt sich aus der Summe aller an die Kanalanlage angeschlossenen Geschoßflächen. Ein angeschlossenes Kellergeschoß und nicht angeschlossene landwirtschaftlich genutzte Gebäudeteile werden bei privater Nutzung nicht berücksichtigt, jedoch bei gewerblicher Nutzung, ausgenommen Lagerräume die mit einem Unternehmen im selben Gebäude in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen.

Wird die Liegenschaft trotz bestehender Anschlussverpflichtung nicht an die Kanalanlage angeschlossen, so ist die Berechnungsfläche so zu ermitteln, als ob die Liegenschaft an die Kanalanlage angeschlossen wäre.

Werden von einer Liegenschaft in das Kanalsystem Schmutzwässer und Niederschlagswässer eingeleitet, so gelangt in diesem Fall ein um 10% erhöhter Einheitssatz zur Anwendung. Die Vorschreibung der Kanalbenützungsgebühr erfolgt vierteljährlich und ist jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig.

Berechnungsbeispiel für die Kanalbenützungsgebühr:
Wohngebäude, keine gewerbliche Nutzung:

Kellergeschoß:..100 m2
Erdgeschoß:.....120 m2
Obergeschoß: ..100 m2

Berechnung:
Summe aller angeschlossenen Geschoßflächen (Keller wird nicht berücksichtigt):

220m² x Einheitssatz € 2,42 =
Kanalbenützungsgebühr jährlich: € 532,40 zuzüglich 10 % USt.


Wasseranschlussabgaben



Gemäß NÖ Gemeindewasserleitungsgesetz 1978, LGBl.6930

Einheitssatz: € 4,00 +10 % USt
Eine Wasseranschlussabgabe ist für den Anschluss an die Gemeindewasserleitung zu entrichten.
Die Höhe der Wasseranschlussabgabe ergibt sich aus dem Produkt der Berechnungsfläche mit dem Einheitssatz. Die Berechnungsfläche wird in der Weise ermittelt, dass die Hälfte der bebauten Fläche bei Wohngebäuden mit der um 1 erhöhten Anzahl der an die Wasserleitung angeschlossenen Geschosse multipliziert, in allen anderen Fällen verdoppelt wird, und das Produkt um 15 % der unbebauten Fläche (maximal 500 m²) vermehrt wird.

Berechnungsbeispiel für die Wasseranschlussabgabe für ein Wohnhaus mit:
Kellergeschoß:.......100 m²
Erdgeschoß:..........130 m²
Obergeschoß:........100 m²
Unbebaute Fläche:..850 m²

Berechnung:
Hälfte der bebauten Fläche x angeschl. Geschosse +1: (3+1=4):..260 m²
zuzüglich 15 % der unbebauten Fläche (max von 500 m²):............75 m²
ergibt Berechnungsfläche von:...............................................335 m²

Berechnungsfläche 335,00 m² x Einheitssatz: € 4,00 =
Wasseranschlussabgabe € 1.340,00 zuzüglich 10 % USt.

Ergänzungsabgabe:
Bei einer späteren Änderung der der Bemessung zugrunde gelegten Berechnungsgrundlagen ist eine Ergänzungsabgabe zu der bereits entrichteten Wasseranschlussabgabe dem Grundstückseigentümer zu berechnen. Eine Veränderung der Berechnungsfläche, die abgabenrechtlich von Bedeutung sein könnte, wird durch Errichtung von Baulichkeiten, Zu-, Um- und Aufbauten sowie durch zusätzlichen Grunderwerb bewirkt werden können. Veränderungen die an oder auf angeschlossenen Liegenschaften vorgenommen werden und eine Änderung der Berechnungsfläche nach sich ziehen, sind binnen zwei Wochen nach ihrer Vollendung vom Abgabenschuldner der Abgabenbehörde schriftlich anzuzeigen (Veränderungsanzeige).

Ist die neue Wasseranschlussabgabe um mindestens 10%, mindestens jedoch € 8,00 höher als die bereits entrichtete, so ist eine Ergänzungsabgabe in der Höhe des Differenzbetrages vorzuschreiben.


Wassergebühren



Wasserbereitstellungsgebühr:

Bereitstellungsbetrag: € 20,00/m³ Nennbelastung+ 10 % USt.

Für die Bereitstellung des Gemeindewassers ist jährlich eine Bereitstellungsgebühr zu entrichten.
Die Bereitstellungsgebühr ist das Produkt der Nennbelastung des Wassermessers mal dem Bereitstellungsbetrag.
So beträgt die jährliche Wasserbereitstellungsgebühr

z.B. für eine Nennbelastung von 3 m³ x € 20,00 = € 60,00 + 10 % USt.

Die Vorschreibung der Wasserbereitstellungsgebühr erfolgt vierteljährlich und ist jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig.

Wasserbezugsgebühr:

Einheitssatz: € 1,80/m³ + 10 % USt.

Für den Wasserbezug aus der Gemeindewasserleitung ist eine Wasserbezugsgebühr zu entrichten. Die Wasserbezugsgebühr ist derart zu berechnen, dass die vom Wassermesser innerhalb eines Ablesungszeitraumes (1. Oktober bis 30. September) als verbraucht angezeigte Wassermenge in Kubikmeter mit der für einen Kubikmeter festgesetzten Grundgebühr vervielfacht wird. Die Vorschreibung erfolgt vierteljährlich und ist jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August, und 15. November fällig.

Anlässlich der Vorschreibung des 1. Quartals des Folgejahres erfolgt eine Abrechnung der geleisteten Teilzahlungen mit der aufgrund der Ablesung errechneten Wasserbezugsgebühr und es werden die Teilbeträge für die folgenden Quartalsvorschreibungen neu festgesetzt.


Müllgebühren